Der Geist den ich rief

Heute gibt es im Mitmachblog wieder eine Geschichte von mir, diese Woche zum Thema Wunderlampe, inspiriert vom Zeilenende, das nach Reiben einer Wunderlampe als Flaschen-Geist im Profil über den Flur schwebte.

MitmachBlog

Sie haben ihr Abitur geschrieben, wochenlang in dämlichen Aushilfsjobs gearbeitet und jetzt wollen sie die große Freiheit genießen. Zwei Jungs, gerade der Schule entwachsen auf großer Backbacking-Tour irgendwo in Südostasien. Abenteuer wollen sie erleben, abseits der ausgelatschten Touristenpfade.

Und tatsächlich, bei einer Urwaldwanderung entdecken sie eine Tempelruine, überwachsen von grünem Dickicht. Steinerne Fensterbögen und Türmchen schauen heraus, das Eingangstor ist teilweise eingestürzt. Sie klettern über den von grünen Ranken bedeckten Schutt ins kühlstaubige Innere. Dämmerlicht empfängt sie. An den Wändern werden im Kegel der Taschenlampe Reliefs und Gemälde sichtbar. Alles atmet Verfall.

Sie vergessen die Zeit, schauen durch schwarze Fensteraugen auf den Dschungel, der in der feuchten Hitze schläft, gehen tiefer hinein, durch dunkle Räume gefüllt vom Geruch der Zeit. Sie sehen Figuren aus steingewordenen Träumen. In einer Nische, auf die durch ein Fenster gedämpftes Licht fällt, steht eine Öllampe.

Einer der beiden nimmt sie in die Hand. Er schlägt…

Ursprünglichen Post anzeigen 467 weitere Wörter

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