Neuseeland #12 – Nasses Ende mit Debbie

Debbie hat entschieden, dass jetzt mal langsam genug schönes Wetter für uns war. Jetzt kommt die Quittung für den regenfreien herrlichen Tag im Fjordland. Debbie? Darf ich vorstellen, der Zyklon, der letzte Woche Queensland in Australien unter Wasser gesetzt hat. Wie uns bereits für gestern angekündigt war, erreichen seine (ihre?) Überreste jetzt die neuseeländische Nordinsel. Morgens regnet es, es ist aber warm und noch gar nicht so ungemütlich. Fatalistisch leeren wir im Regen den Abwasserbehälter und die Toilette des Wohnmobils und füllen Trinkwasser auf. Dann fahren wir Richtung Cathedral Cove und genießen dort tatsächlich regenfreie anderthalb Stunden, während der wir zur Bucht und wieder zurück spazieren.

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Kaum sitzen wir wieder im Auto, ist die Schonfrist dann aber entgültig vorbei. Es wird heute nicht wieder aufhören mit dem Wasser von oben. Also fahren wir. Machen eine Pause auf der anderen Seite der Bucht, während der wir zusehen, wie die Berge der Coromandel-Halbinsel in den Wolken verschwinden. Welche Halbinsel? Die kleine Küstenstraße Richtung Auckland präsentiert einen Hangrutsch nach dem nächsten, ist aber zu unserem Glück durchgehend befahrbar.

Viel zu schnell nähern wir uns Neuseelands größter Stadt, bei Regen und nahender Dunkelheit einen Stellplatz fürs freie Campen zu finden, erweist sich schnell als unmöglich. Also doch der teure Großstadtcampingplatz. Die Damen an der Rezeption schütteln den Kopf, für ein so langes Gefährt haben sie keinen Stellplatz mehr.

Obwohl – wir könnten diesen dort probieren. Das tun wir und es passt so gerade. Unterm Wohnmobil fließt schon munter ein kleines Bächlein, in dem ich mit beiden Füßen stehe, um uns an die Stromversorgung anzuschließen.

Pünktlich zum Aufstehen erreicht uns das Zentrum des sich auflösenden Zyklons. Erst mittags soll es wieder weiterregnen. Die Zeit nutzen wir, fahren mit dem Bus in die Innenstadt und laufen durchs Zentrum bis zum Fischmarkt. Als wir den verlassen, wird es schon wieder windig und nass. Das folgende sitzen wir im Auckland Museum aus, was ich aber auch höchstens bei Regen wirklich empfehle, wir sind nämlich hinterher beide etwas enttäuscht. Die Ausstellung ist ziemlich unstrukturiert, und ich habe eigentlich nichts gelernt, obwohl es sicher einiges zu lernen gegeben hätte. Vermutlich wäre das Schiffahrtsmuseum die bessere Wahl gewesen.

Und jetzt? Jetzt ist unsere Reise zu Ende. Morgen werden wir noch ein paar Stunden im botanischen Garten vertrödeln und dann die lange Heimreise antreten. Ach, was freue ich mich auf den 17 Stunden langen Flug nach Dubai. Aber irgendeinen Haken muss die Sache schließlich haben.

Aber dafür war ich noch nie so weit im Westen und im Osten und überhaupt weit weg. Und wohl kaum schöner. Aber gleich schön.

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