Neuseeland #9 – Auf dem Vulkan

Für heute sind große Taten geplant. 20 km Tongariro Alpine Crossing sind zu wandern. Weil es keine Rundwanderung ist, gibt es eine unübersichtliche Zahl von Anbietern für den Transport zwischen den Endpunkten, dabei gibt es eine klare Vorzugsrichtung. Wir sollen heute um 6:45 an dem Campingplatz, auf dem wir übernachtet haben, abgeholt werden. Also mal wieder früh im Dunkeln aufstehen. Bevor wir frühstücken, wollen wir zuerst das Wohnmobil umparken. Diesmal denken wir auch an das Stromkabel. Trotzdem macht das Auto munter „pling“ beim Starten, es möchte uns wissen lassen, dass eine Scheinwerferbirne defekt ist. Wie freundlich. Da es ja noch sehr dunkel ist, hätten wir das aber auch selbst gemerkt. Links vorn sind wir blind.

Wir verschieben das Problem, erst wird gewandert. Der Bus ist recht pünktlich und wir werden kurz nach Sonnenaufgang mit Unmengen von Menschen am Startpunkt der Wanderung ausgesetzt. Zu allem Überfluss ist auch noch Samstag, es ist die Hölle los. Es ist so viel los, dass ich langsam der Meinung bin, dass es ein grandioser Fehler war, diese Wanderung machen zu wollen, erst nach dem anstrengendsten Teil, als es dann ruhiger wird versöhne ich mich langsam mit dem ganzen.

Die Landschaft gibt sich aber auch alle Mühe, da kann auch ich nicht griesgrämig bleiben:

Mein Fazit: Die Wanderstrecke ist wunderschön und landschaftlich spektakulär. Von daher lohnt sie sich unbedingt. Es ist aber einfach zu voll, vor allem auf der ersten Hälfte waren mir viel zu viele Leute. Da alle mit den Shutttlebussen kommen, gehen auch alle in einem engen Zeitfenster los. Auf dem Parkplatz herrscht überhaupt Chaos, ab dem kommenden Jahr soll wohl die Anfahrt mit dem eigenen Auto nicht mehr erlaubt sein, um das etwas einzudämmen. Wer zur Nebensaison gutes Wetter erwischt, hat vermutlich mehr von der schönen Landschaft, wer wie wir halt nunmal dann da ist, wenn viele da sind, sollte abwägen wieviel Trubel einem das wert ist. Herr-der-Ringe-Fans werden es sich vermutlich nicht nehmen lassen, einmal selbst durch Mordor zu spazieren und den Schicksalsberg alias Mount Ngauruhoe zu besteigen.

Den Nachmittag beschließen wir auf einem hübschen Platz am großen Lake Taupo mit einem Bad im See und herrlichem Sonnenuntergang. Nachdem wir schon seit ein paar Tagen keine Sandfly-Attacken mehr durchlitten haben, quälen uns heute Abend ganz ordinäre Mücken.

DSC_0850.JPG

Advertisements

2 Kommentare

Was meinst Du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s