Neuseeland #8 – Auf nach Norden

Heute wechseln wir die Insel, Fähre fahren, wie langweilig. Gebucht haben wir die Fähre erst gestern, nachdem klar war, dass mit der Auto-Reparatur alles geklappt hat. In Picton, wo die Fähren zur Nordinsel ablegen, gibt es anscheinend keine Möglichkeiten für freies Campen, also quartieren wir uns auf einem der Campingplätze ein. Check-In für die Fähre ist morgens um 7:00, etwa 20 Minuten vorher sind wir abfahrbereit. Denken wir zumindest.

Noch einmal zur Toilette und dann los. Aber als ich zurück zum Auto komme, blättert mein Ingenieur gerade leicht panisch im Handbuch und demonstriert mir, dass das Auto, sobald der Zündschlüssel eingesteckt ist, leuchtet wie ein Christbaum an Heiligabend und dabei ohrenbetäubend den Campingplatz wachpiepst. Tiefes Durchatmen und Nachdenken bringt dann aber die Lösung: wir haben vergessen, das Stromkabel einzupacken und sind noch verkabelt. Achja, jetzt fällt es mir wieder ein – ich hatte eigentlich mal ausprobieren wollen, ob es in diesem Fall irgendeine automatisierte Warnung gibt. Das wäre dann also auch geklärt, bisschen weniger dramatisch hätte es aber auch gereicht. Kabel einpacken, Schweiß von der Stirn wischen und los zur Fähre. Wach sind wir jetzt jedenfalls nach dem Schreck.

Dort heisst es dann warten. Der Beladevorgang ist einigermaßen undurchsichtig und erinnert mich an Helsinki. Das haben Fähren mit nur einer Ladeklappe wohl so an sich. Mit einer halben Stunden Verspätung legen wir schließlich ab. Das letzte Fahrzeug, das draufrollte, waren tatsächlich wir. Es gibt zwei Ladedecks, wir dürfen auf der Rampe dazwischen stehen, die aber während der Überfahrt nach oben gehoben wird, so dass das Wohnmobil immerhin waagerecht steht. Unser Vertrauen in die Bremse ist nämlich begrenzt. Nun, es hat den Vorteil, dass wir vermutlich nicht als letztes von dem Kahn runterfahren werden. Mit dem kleinen Haken, dass wir die Rampe dann wohl rückwärts nach unten rollen dürfen. Bin ich froh, dass ich nicht fahre.

DSC_0650

Die Überfahrt ist bis auf ein paar Delphine ereignislos, dauert aber länger als geplant, so dass wir mit einer Stunde Verspätung in Wellington ankommen. Dort verbringen wir den Nachmittag und suchen uns abends nach einer halben Stunde Fahrt außerhalb einen Stellplatz.

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