Neuseeland #5 – Gletscher die Zweite

Queenstown. Die Hauptstadt der Spaß-Aktivitäten. Hier ist nichts zu laut, zu schräg, zu gaga. Eigentlich hatten wir nur Durchfahren geplant, weil hier die Straße zur Küste durchführt. Der Ingenieur möchte aber doch gerne Jetboot fahren, deswegen wird es ein längere Aufenthalt mit Übernachtung auf dem Campingplatz und Essen im Restaurant. So viel Auswahl an Kneipen und Lokalen hatten wir bisher noch nie.

Mir ist das mit dem Jetboot nicht ganz geheuer, Geschwindigkeit ist nicht meine Droge, ich bleibe lieber am Ufer und bin außerdem sowieso für die Dokumentation zuständig.

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Über Arrowtown und Wanaka, wo wir einen Picknickhalt am See einlegen, fahren wir am nächsten Tag wieder zur Küste und weiter Richtung Gletscher.

Am Fox Gletscher beginnen wir morgens mit dem Spaziergang zur Gletscherzunge. Noch hat es die Sonne nicht in das Tal geschafft, und der Gletscher liegt staubig grau vor uns. Auch hier war vor einigen Jahren noch da, wo wir jetzt stehen, der Gletscher. In angemessener Distanz natürlich, Absperrungen sorgen dafür, dass niemand zu übermütig wird. Wirklich gute Sicht haben nur die Passagiere der Hubschrauber, die kontinuierlich über dem Tal kreisen.
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Als nächstes fahren wir zum Lake Matheson, auch das ein Ort, der in jedem Bildband auftaucht. Bei Sonnenschein und ruhigem Wasser spiegeln sich hier Mount Cook und Mount Tasman. In unserem Kalender ist ein Foto in der Morgendämmerung, auf das ich sehr neidisch bin. Und immer noch sind die Wettergötter mit uns.

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Am Nachmittag fahren wir noch nach Franz Josef, einem Ort der Kontraste. Die Vegetation ist fast schon tropisch, es ist warm und feucht, das T-Shirt klebt. Wir sichern uns einen Stellplatz auf dem Campingplatz und machen den letzten Spaziergang des Tages: durch das Gletschertal zum Franz-Josef-Gletscher. Der ist steiler als der Fox Gletscher, und trotz des großen Sicherheitsabstands hat man dadurch eine gute Sicht. Die Sonne, die das Eis blau-weiß zum Leuchten bringt, ist das i-Tüpfelchen der Perfektion.

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Abends beginnt es zu regnen und wir erhalten die nächste Lektion in Sachen Wohnmobil. Die ganze Nacht über tropft es auf eine Blechabdeckung am Auto, so dass wir nicht viel schlafen. Ein Blick am nächsten Morgen belehrt uns: Beim Abstellen auf hohe Bäume achten. Der kontinuierliche Regen hält uns von einer weiteren Gletscherwanderung ab. Weiter geht es an der Westküste nach Norden.

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