Mitteilungen, die uns klüger machen?

Gestern erreichte mich diese E-Mail. Naja, ich war einigermaßen überrascht, dass meine „Anfrage“ nach ziemlich genau drei Wochen doch noch eine Reaktion hervorrief. Wieso aber eine IT-Sicherheit Nachrichten blockiert, die über ein Formular eines Kundenportals geschickt werden, zu dem man erst nach Legitimation durch Kundennummer und  Passwort überhaupt Zugang hat, weiß wohl nur der Admin-Gott. Vielleicht war die Mondphase gerade unpassend, oder der Orgonakkumulator war ausgefallen.

Nun gut, die Sache hat sich mittlerweile eh erledigt. Kündigen geht nämlich auch mit der guten klassischen E-Mail. Warum dann aber eine Bestätigung per Briefpost kam, versehen mit dem Vermerk, dass diese automatisch generiert und ohne Unterschrift gültig sei, das weiß wiederum nur der, ja, wer eigentlich?

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11 Kommentare

  1. War wohl ein Orgonakkumulator aus dem Selbstbausatz mit energetisierter Bauanleitung, die im Leser schon die Energie hochkochen lässt, weil das kosmische Teil A0815 nicht mit dem primordialen Teil Zeta13 zusammenpasst, auch nicht unter Anwendung von hypnotischen Vorschlagshammerkräften. Anders könnte ich es mir nicht erklären 😉

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  2. Ist halt für viele immer noch Neuland, dieses Internet.

    Ich hatte mal den Fall, dass ein Kontaktformular einen Wust an Daten abfragte, Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, E-Mail (Name der Eltern, Arbeitgeber und Hobby haben sie ausgespart). Daneben stand die E-Mail-Adresse des Ladens, wo man dieselbe Anfrage ohne alle diese Angaben hinschicken konnte. Auf meine Nachfrage hieß es, die Abfrage der ganzen Details habe sich bewährt, man habe sonst immer wieder Anfragen, wo man die Fragesteller dann nicht kontaktieren könne, weil sie keine Kontaktinformationen hinterlegt hätten.

    War eine nette, entspannte Korrespondenz, wo mein Gesprächspartner auch sah, dass das Nebeneinander des datenraffenden Kontaktformulars und der völlig anonym nutzbaren E-Mail-Kontaktmöglichkeit etwas eigentümlich wirken könnte. Fazit: Irgendwer hat das irgendwann mal so konzipiert, aus, ahem, Gründen. Und dann rührt man mindestens zehn Jahre nicht dran. Neuland eben…

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    • Jeder Kommunikationsweg kann eben nur funktionieren, wenn dieFirma das auch will, sonst ist es ein bisschen Kundenfoppen. Man tut so, als sei das eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme, sie wird aber nur stiefmütterlich behandelt. Aber wir können so viele Telekommunikationswege erfinden, wie wir wollen, der Teil wird sich glaube ich niemals ändern. Überall Telefonnummern draufdrucken und dann nie drangehen gibt es ja auch machmal. Bemerkenswert fand ich in diesen Fall, dass eine Firma ja quasi ihre eigenen Mails blockiert.
      Ich verstehe null von solchen Vorgängen, deswegen mag das tatsächlich ungerechtfertigt sein, aber ich erwarte doch bei elektronischer Kommunikation eine schnellere Bearbeitung als drei Wochen. Bei einem Brief sind 2-3 Wochen für mich ok, bei Elektronen hätte ich gerne innerhalb von 24h einen Pieps, ein automatisch generiertes *hammergekriegt* genügt da, und länger als eine Woche sollte eine Antwort nicht dauern. In diesem Fall kam schon der Pieps nicht, ich war mir sowieso ziemlich sicher, dass es nicht geklappt hat.
      Was ich auch nicht so gerne mag, ist wenn die Gegenseite einfach die Kommunikationsform ändert. Auf eine Mail hätte ich auch gern eine Mail, auf einen Brief bitte ein Stück Papier.

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      • Das sehe ich ähnlich. Wenn sie schon verschiedene Kommunikationskanäle anbieten, sollten sie den vom Kunden gewählten dann auch beibehalten. Dass eine Firma Mails blockiert, die über das eigene Kontaktformular reinkommen, ist eigentlich ein Unding. Dass mal was im Spamordner landet, ok. Aber dass sie es dann gar nicht mehr schaffen, überhaupt auf den Inhalt zuzugreifen ist schon schräg. Da wüsste ich gern, ob das dort öfter vorkommt oder ob Dein Fall eine Ausnahme war.

        Was die Bearbeitungszeiten angeht, die kann die Firma ja gestalten wie sie will. Das könnte man dann aber auch kommunizieren – ein Hinweis über dem Kontaktformular, dass die Bearbeitung typischerweise x Tage dauert ist ja wirklich kein Hexenwerk, und eine einfache Eingangsbestätigung sollte auch drin sein. Man muss das nur wollen. Manchmal frage ich mich, ob die ihre eigenen Dienstleistungen bzw. die Möglichkeiten für Kunden, Kontakt aufzunehmen, überhaupt je selbst ausprobiert haben…

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  3. Ich sage ja auch immer: Das Einzige, was bei der Arbeit stört, ist der Kunde.
    Besonders schön ist auch, dass man Anträge und Verträge per Mail abschließen kann, aber wenn man kündigen will, muss man einen Brief schreiben. Verstehe, wer will. Ich hatte auch mal den Fall bei einem Punktesammeldienst, bei dem ich meine Daten kündigen wollte. Da musste ich die Karte dann einschicken. Willkommen in der Bürokratie. Liebe Grüße, Kerstin

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  4. *huströchel* Toller Admin…
    Aber leider kenne ich diese Sorte nur zu gut… „Ja, wir haben da Probleme mit der Datenbank…“ – „Das ist schön, aber nicht unser Problem. Fragen Sie mal Ihren Datenbank-Administratoren.“ – „Ich BIN der Datenbank-Administrator!“ Was willste da antworten? „Na, dann fang schonmal an zu beten“?? 😀

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