Wenn das Wörtchen Un nicht wär

Physikerin sinniert über Sprache – wenn das mal gut geht …

MitmachBlog

Un- oft gebrauchte Vorsilbe im Deutschen, manchmal kommt sie reichlich negativ beladen daher wie in Unsinn, Unfug (Ist das Fug in Unfug dasselbe Fug wie in Fug und Recht? Und was ist ein Fug?), unerträglich, Unart. Sie taugt aber auch dazu, das Negative zu verneinen, beschreibt die Abwesenheit von Ungewolltem (da ist sie schon wieder) in un-gestört, un-behelligt, un-abhängig.

Abhängigkeit ist kein schöner Zustand (aber vielleicht manchmal ein bequemer).

Unabhängigkeit ist also verneintes Unschönes, doppelt verneint, das ist dann auf einmal etwas Positives. Die Sprache hält sich an die Grundrechenarten. Ist aber trotzdem nicht so gelungen. Gibt es für die Abwesenheit von Abhängigkeit keine bejahenden Worte in unserer Substantivaneinanderhängsprache?

Freiheit.

Selbstbestimmtheit.

Entscheidungsfähigkeit.

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