Tag 66 – Pech in Rauma

Morgens mache ich einen Rundgang durch die Innenstadt von Rauma mit ihren hübschen Holzhäusern. So früh am Sonntag ist es hier noch sehr leer, aber es läuft auch schon die erste Reisegruppe ihrer Schirmträgerin hinterher.

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Weil ich keine Lust habe, das Fahrrad über das Kopfsteinpflaster zu schieben,  habe ich es in der Fußgängerzone an eine Straßenlaterne angeschlossen. Als ich zurückkomme, sind alle leicht zugänglichen Taschen geöffnet, der Inhalt quillt heraus, ein paar Sachen liegen auf dem Pflaster. Der Lenker ist anderthalbmal herumgedreht, die Lampe verbogen und ein Kabel überdehnt. Auf der Bank daneben sitzen zwei Gestalten und reden auf Finnisch auf mich ein. Was soll ich jetzt schon machen außer Schulterzucken und Krönchen richten?

Die Lampe kann ich hinbiegen, und sie funktioniert auch noch. Ich sammele alles ein, auf den ersten Blick scheint nur das Werkzeug aus dem Satteltäschchen zu fehlen. Aber meine gute Laune und mein Vertrauen in die Menschheit sind etwas angeschlagen. Jetzt kann ich nur noch eine platten Schlauch flicken, etwas anderes sollte nicht kaputtgehen.

Mache ich mich halt auf den Weg. Ich nehme die direkten Strecke auf der Hauptstraße nach Turku. Der Südwestwind, der die letzten Tage beschwerlich gemacht hat, hat sich gelegt, so dass die rund 100 km nicht allzu anstrengend werden. Am Ende muss ich noch ganz durch die Stadt bis zum Campingplatz. Der liegt dafür aber nett am Meer.

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