Tag 46 und 47 – Die Nordküste

Langsam wird die Landschaft spektakulär. Die Berge werden höher, an einigen Hängen liegen Schneereste. Als ich morgens in Karasjok losfahre, ist es grau und trüb, bis ich über eine Höhe ins traumhaft schöne Lakselv-Tal komme. Hier scheint die Sonne und ein schöner Ausblick jagt den nächsten. Meine Freude wird aber leicht getrübt durch den starken Wind, der das Tal hinaufbläst, immer schön von vorn.

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Am Nachmittag bin ich in Lakselv, wo ich noch einmal einkaufe. Dann kommt die Küste. Ab jetzt ist rechts Meer, links Berg. Die Sonne scheint, es riecht nach Meer, und ich kann gar nicht so viel anhalten, wie ich Photos machen möchte. Nur der Wind bleibt mir erhalten. Zum Glück finde ich abends eine schöne, windgeschützte Stelle zwischen den kleinen Birken. Ein mückenfreier Zeltplatz! Im Hintergrund beschauliches Bimmeln von Schafglocken.

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In Olderfjord wird es dann mittags touristisch. Souvenirladen, Reisebus, alles da. Ein Vorgeschmack aufs Nordkap.

Am Morgen ist der Wind etwas schwächer, wird aber nachmittags wieder sehr stark, so dass ich ganz schön kämpfen muss. Danke für den dezenten Hinweis:

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Da bin ich ganz froh, als der erste Tunnel kommt. Lampe ganz hell, den entgegenkommenden LKW respektvoll vorbeilassen, einmal tief durchatmen und los geht’s. Drin ist es dunkel und kalt und tropft von der Decke. Die Autos die mir begegnen oder mich überholen sind laut wie ein Güterzug, Busse klingen wie ein ganzer Airbus. Aber ohne Wind sind die drei Kilometer schnell geschafft. Zwei weitere kurze Tunnel sind nicht ganz so unangenehm.

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Es wird immer karger, irgendwann gibt es nur noch Felsen und flaches Kraut. Gar nichts mehr gegen den Wind also. Abends finde ich eine schöne Mulde an einem See, wo es nicht ganz so sehr pfeift, trotzdem ist der Zeltaufbau nicht so einfach. Erst das Zelt am Boden festnageln, dann aufbauen funktioniert aber gut. Hier ist wenigstens ausreichend Erde, dass die Heringe gut halten, gestern war es so steinig, dass ich mir die auch hätte sparen können. Das Zelt steht, und drin ist es so nett und warm wie bei 10 Grad nur geht. Es gibt Linseneintopf, der dauert zwar eine Weile zu kochen, macht aber warm und relativ lange satt. Das Fahrrad darf die Nacht vorsichtshalber auch im Liegen verbringen, bevor der Wind es noch umwirft.

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