Tag 22 – Göteborg

Das erste, was ich nach der Ankunft in Göteborg suche, ist ein Fahrradladen. Heute morgen hat sich ein Kabel am Vorderrad verheddert und das war nicht gut. 

Dass der Reifen es überlebt hat, beeindruckt mich sehr (meine Kaufempfehlung steht damit fest). Das Schutzblech ist hin, ließ sich aber mit Kabelbindern gut wieder befestigen. Schutzbleche sind anscheinend zur Zeit überhaupt nicht meins, das ist dieses Jahr schon das dritte Schutzblechproblem am Rad und das zweite auf der Reise. Schlimmer ist, dass an einer der vorderen Packtaschen die Aufhängung kaputt ist. So richtig kaputt. Provisorisch geht das halbwegs mit einem Gurt, aber hier sollte ein Ersatzteil her. Beim Fahren fühle ich mich so sehr unwohl.

Zum Glück war ich früh dran, so dass ich wieder fahrfähig war, bevor die Fähre ohne mich nach Schweden losschwamm. Zwischen LKW und Motorrädern steht mein Rad auf Deck 3, und ich investiere das übrige dänische Kleingeld in Beruhigungskaffee. Für die Zimtschnecke reicht es leider nicht mehr, aber an Bord gibt es einen Geldautomaten, der schwedische Kronen ausspuckt. Was ist der Euro doch für eine schöne Erfindung.

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Auf der Fähre gibt es tatsächlich WLAN und so habe ich viel Zeit, Adressen von Radläden zu suchen. Einen Stadtplan habe ich zum Glück auch, und der zweite Laden ist der Treffer. Ein Ersatzteil ist zwar nicht da, aber der Verkäufer schraubt mir von einer Tasche den Griff samt Haken ab. Das ging doch schneller als befürchtet.

Das Navi weist mir dann den Weg aus der Stadt. Die Radwege in der Innenstadt sind super, an den Kreuzungen oft mit eigener Ampel für den Radverkehr. Bald tauchen die ersten grünen Sverigeleden- Schilder auf, die mich die nächsten drei Wochen begleiten werden.

Meine geplante Strecke für heute sieht auf der Karte aus, als ginge es auch kürzer, aber auf Experimente habe ich nach der morgendlichen Aufregung jetzt keine Lust. Die Strecke entpuppt sich als sehr schön mit einem langen Stück Bahntrassenradweg, auf dem es sich herrlich bequem fahren lässt.

Später wird es hügelig, es werden insgesamt fast 600 Höhenmeter, Tagesrekord bisher. Zeltplätze sind in der Gegend keine, und da, siehe oben, meine Abenteuerlust für heute erschöpft ist, entscheide ich mich für die Übernachtung in der Jugendherberge Prässebo, muss dafür aber weiter fahren als eigentlich gedacht,  und ein Umweg ist es leider auch. Mal sehen, ob ich morgen zurück zur Route fahren muss, oder ob ich einen anderen Weg finde.

Nachtrag: ich musste nicht zurückfahren und bin dann den größten Teil des Tages anders gefahren als ursprünglich geplant.

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